lanadoki

Gedankengut, Lyrik, Kunst

  • Alles gleich

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    Die Zeiten die wir hatten,
    und jetzt von damals sprechen,
    dabei war es erst gestern,
    ich hab’s schon fast vergessen.

    Die Zeit sie fühlt sich an,
    wie alle Tage – gleich,
    drum fühl ich sie so lang,
    Tagein, tagaus.

    Nicht reich, an vielem bunten Leben,
    das mich sonst so umgibt,
    drum muss ich wohl verstehen,
    dass es keinen Ausweg gibt.

    Es fühlt sich so weit an,
    was kürzlich morgen hieß,
    und heute doppelt lang,
    weil übermorgen bald damals ist.

  • Eingesperrt

    Eingesperrt

     
    Ich habe nie um dich gekämpft,
    denn du warst immer da.
    Ich habe nie nach dir gesucht,
    ich fühlte dich so nah.

    Ich lief wohin ich wollte,
    ohne Grenzen, ohne Angst,
    ich blieb dort wo es mir gefiel,
    offen war mein Blick, es hielt mich nichts zurück.

    Der Horizont war weit,
    und blieb es immerfort,
    wohin der Weg auch ging,
    Es war ein weiter Ort.

    Nun hab ich dich verloren,
    die Grenzen kommen näher,
    ich kann mich nicht bewegen,
    auch Denken fällt mir schwer.

    Der Körper schmerzt,
    er fühlt sich wie ein Käfig an,
    wie schwere Eisenstäbe,
    die ich trage Tag und Nacht.

    Du wurdest mir genommen,
    wie allen andren auch,
    wir sind alle benommen,
    Frohsinn ist aufgebraucht.

    Nun müssen wir um dich kämpfen,
    das Selbstverständnis sinkt,
    wir müssen dich festhalten,
    denn unsre Freiheit hinkt!

  • Gehorsam

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    Die Freiheit ist weg,
    wir sind Gefangene,
    nicht mehr selbstbestimmt,
    nicht mehr frei.

    Wir gehorchen,
    wir ducken uns,
    wir hoffen,
    auf was?

    Wir waren getrieben,
    wir sind stehen geblieben,
    unsere Ziele fortgerückt,
    unsere Freude ist erdrückt,
    unser Leben wird gemacht.

    Es könnte Manches besser werden,
    doch dazu braucht es Mut,
    er könnte Vieles leichter sein,
    wenn jeder anders tut.

    Wir entscheiden nicht,
    wir reagieren,
    wir nehmen wahr,
    wir sind erstarrt.

    Allein sind wir klein,
    gemeinsam ist verboten,
    nur nicht im überwachten Raum,
    wo sie uns genau zuschauen,
    wo sie uns manipulieren,
    sich unser Gedankengut kopieren,
    uns auf die vielen Listen packen,
    um später wie die Ratten, nach uns zu suchen.

    Keiner kann sich mehr verstecken,
    Jedem wird gefolgt,
    Niemand traut sich auszubrechen,
    Gehorsam hat Erfolg.

  • Das Kapital

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    So laut wie ich es sagen möchte, meine Stimme nicht ertönt,
    zu vieles was ungerecht ist, an mir nagt und mich zerfrisst,
    so viele die es auch so sehen, sich nicht trauen aufzustehen,
    rauben mir Kraft und den Verstand.

    Zu wenig Liebe die sie geben,
    immer nur nach dem Größeren streben,
    sich selbst verloren haben,
    im tiefen Kapitalismusgraben.

    Gib mir einen saftigen Apfel,
    vom Baum gepflückt mit eigener Hand,
    genieße ihn so lang Du kannst.
    Schon bald wir es ihn nicht mehr geben,
    du wirst aufhören nach Geld zu streben,
    was sollst Du auch damit kaufen wollen,
    wenn alle Äpfel vom Baum verdorren.

    Wenn kein Vogel vom Baum mehr piept,
    dann hat das Kapital gesiegt.

  • Schmerz aus Wut

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    Es wird Zeit für ein Gedicht, das die Wahrheit spricht.
    Ohne böse Stimmgewalt, immer mit Haltung mein Wort hier erhallt,
    doch ich schrei es laut!

    Schmerz aus Wut den Körper krümmt,
    ballt die Hand sich hart zur Faust und schlägt auf den Gedanken rum.
    Ich sehe was ich sehen muss, weil verfolgt ich werde,
    von der Wahrheit dieser Welt, fort ich gerne wäre.
    Nur wo hin soll ich noch gehen, wo die Freiheit finden?

    Bin ich hier, der Maulkorb naht,
    bin ich ostwärts die Zelle droht,
    fahr ich westwärts erstickt mich das Geschwür Konsum,
    und im Süden verdorrt und verarmt ich jämmerlich im Staub den Tropfen suche.

    Ich schlage noch mal kräftig zu,
    mit geballter Faust den Körper malträtierend,
    damit der Schmerz im Körper steckt und meine Seele nicht kläglich verreckt.